Kartenlegen und Orakel zu Silvester

Auch wenn es zunächst einmal eine ganze Weile lang kalt und trostlos bleibt: Das Wiedererwachen der wintertoten Natur beginnt mit dem 22. Dezember, dem Tag, der zum ersten Mal seit Juni wieder länger ist, als der vorhergehende.

Und weil die Hoffnung auf ein Wiederauferstehen nach dem Tod in jedem Lebewesen verankert ist, sind diese Nächte in vielen Kulturen der Nordhalbkugel von Mythen umgeben.

 

Rauhnächte nennen wir diese 12 Nächte, die die Weihnachts- und Silversterzeit mit einbeziehen, Nächte, in denen die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten und Geisterwesen besonders durchlässig ist.

Wer sich mit dem Mondkalender und der Entstehung der Monatsnamen auseinandersetzt, wid wissen, dass das römische Jahr mit dem Monat März begann. Dann nämlich, wenn das Erwachen der Natur tatsächlich sichtbar wird.

Aus diesem Grund heißen die Herbst- und Wintermonate September, Oktober, November und Dezember auch nach den Römischen Zahlen für 7 (Septem), 8 (Oktem), 9 (Novem und 10 (Decem), was mit unserer Zählweise, die im Januar beginnt, nicht übereinstimmt. Doch auch der römische Name Januarius ist der Wintersonnenwende geschuldet: Der Gott Janus, der dem Monat seinen Namen gab, trägt 2 Gesichter. Eines blickt zurück auf das Vergangene, das zweite nach vorne, in die Zukunft.

 

Dass in dieser Zeit auch Geisterbeschwörungen, Prophetie und alle möglichen Rituale, mit deren Hilfe man sich Glück für das neue Jahr und einen Blick in die Zukunft erhoffte, eine große Rolle spielen, verwundert daher nicht.

Schon vor Weihnachten beginnen diese Riten: Ein Sonnwendfeuer läutet die längeren Tage und kürzeren Nächte ein. Ein Julscheit genannter großer Holzscheit wird zur Weihnachtszeit im Kamin verbrannt und soll besonders lange Licht und Wärme bringen. Als Jugendliche haben ich mit meinen Freundinnen Nüsse über dem Feuer geröstet und derjenige, dessen Nuss zuerst aufbrach, würde als erster heiraten. Dabei muss ich leider gestehen, dass ich mich nicht an die Ergebnisse erinnern kann 8die vermutlich auch von Jahr zu Jahr wechselten), so dass ich nicht sagen kann, ob die Vorhersage nun so eingetroffen ist, oder nicht.

 

In der Silvesternacht haben wir vermutlich mit allem orakelt, was wir in die Hände bekommen konnten. Neben Keksen mit eingebackenen Kupfermünzen (wer eine erwischte, würde im Folgejahr besonders viel Geld haben, wer sie versehentlich verschluckte bekam vermutlich eher Verdauungspobleme), gab es Bleigießen, Pendeln und das unvermeidliche Gläserrücken, bei dem wir den anwesenden Geistern Fragen stellten und dann zusahen, wie sie die Gläser, die wir nur mit einem Finger berühren durften, in Richtung der ausgelegten „ja“- und „nein“-Zettel verschoben.

Mit der Entdeckung des Kartenlegens änderten sich diese Riten für mich: Mit Hilfe meiner Lenormandkarten vermochte ich ausführliche Neujahrslegungen für meine Freunde, Bekannten und später ach für meine Kunden zu machen. Diese Tradition führe ich heute selbstverständlich fort und biete für alle Interessierten auch Einzelseminare an meinen beiden Standorten Esslingen und Dresden an, die gerne in Anspruch genommen werden, denn wer auf einer Silvesterfeier den anderen die Karten für das neue Jahr legen kann, wird schnell zum Zentrum der Aufmerksamkeit und genießt vermutlich den ganzen Abend über viel Spaß und Bewunderung.

Dabei ist es ganz leicht, schon mit einer Kurzlegung aus wenigen Karten eine klare Aussage zu machen. So kann man beispielsweise die ersten drei Karten, die man aus dem Stapel zieht, für die wichtigsten 3 Themen des Jahres stehen lassen (also beispielsweise Fische = Finanzen, Turm = Arbeit, Schiff = Reise) und diese Themen dann Schritt für Schritt, Karte um Karte erweitern.

Bereits mit dem Grundwissen des ersten Bandes meiner Kartenlegekurse „Kartenlegen leicht gemacht“ lassen sich diese Aussagen machen. Je tiefer man in das Thema einsteigt und je mehr man lernt und übt, desto genauer kann man dabei werden.

 

Nun würde mich besonders interessieren, was ihr denn so für Silvesterrituale verfolgt.

Gibt es Orakel,die jedes Jahr eine wichtige Rolle spielen? Darf das Blei- (jetzt Wachs-)gießen nicht fehlen? Werden kleine Glückszettel geschrieben und gezogen, oder legt auch ihr euch und euren Lieben die Karten?Was würdet ihr euch denn von mir für das neue Jahr wünschen? Einen reinen Online-Kurs vielleicht?

Oder mehr Testaufgaben? Aufgaben, die sich rein auf die Zusatzkarten beziehen?

Lasst es mich wissen, damit ich euch entgegenkommen kann!

 

Viele Grüße und eine schöne Adventszeit wünscht

Eure Britta

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